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Biologie

Ratten helfen immer der Nase nach

Diese Ratten haben sich lieb. Aber für ein hilfsbereites Verhalten reicht zur Not auch kluges Kalkül.
Diese Ratten haben sich lieb. Aber für ein hilfsbereites Verhalten reicht zur Not auch kluges Kalkül.(c) Getty Images (Chris Scuffins)
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Ratten erschnuppern, welcher Artgenosse hungrig ist, und füttern ihn dann schneller, als wenn er bettelt. Die Hilfsbereitschaft lässt sich spieltheoretisch erklären.

Auch Tiere können sich als hilfsbereit erweisen – sogar gegenüber Artgenossen, mit denen sie nicht verwandt sind und die sie nicht kennen. Bei 79 Spezies hat man dieses Verhalten beobachtet. Aber woher wissen die Helfer, wer ihre Unterstützung am dringendsten braucht? Das muss ja nicht der sein, der am lautesten schreit und bettelt. Ein „ehrliches“, nicht willkürlich erzeugbares Signal wäre der Geruch. Riechen vielleicht hungrige Ratten anders als satte? Und reagieren ihre Kollegen darauf besonders bereitwillig? So lautete die Arbeitshypothese von Karin Schneeberger, die sie mit ihrem Team von den Unis Bern und Potsdam in einem raffinierten Experiment bestätigt hat (Plos Biology, 24.3.).