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Chinas Maskendiplomatie – zwischen Hilfe und Propaganda

Medizinisches Personal und Ausrüstung im Kampf gegen das Coronavirus kommt in Serbien an.REUTERS
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Bei der Ankunft einer Pekinger Hilfslieferung küsst Serbiens Präsident die chinesische Flagge: Chinas KP-Führung sammelt so wertvolle Sympathiepunkte − besonders im Inland. Moskau und Kuba folgen dem Beispiel.

Wien/Peking/Moskau. Mehr braucht es nicht, um Chinas PR-Strategen glücklich zu machen: Mit einer chinesischen und einer serbischen Flagge im Fenster rollt die Air-Serbia-Maschine auf dem Flughafen in Belgrad ein, empfangen von Präsident Alexander Vučić. Er begrüßt die sechs, komplett in Schutzausrüstung gehüllten Chinesen mit einem Ellbogen-Stupser. Und dann küsst Vučić vor laufender Kamera zunächst die serbische, später die chinesische Nationalflagge.

Ein Ausdruck der „eisenharten Freundschaft“, wie es Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping beschrieb. Die europäische Solidarität sei eine Fantasie, so hatte Vučić das EU-Exportverbot von medizinischem Material kritisiert. Zur Versöhnung half nicht einmal die 7,5-Millionen-Hilfe für Belgrad, die Brüssel am Freitag bekannt gab.

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