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Maßnahmen für Frauen und Familien

Eine Hotline gegen Gewalt und für Unterhaltsvorschüsse wurde eingerichtet.
Eine Hotline gegen Gewalt und für Unterhaltsvorschüsse wurde eingerichtet.APA/HERBERT NEUBAUER
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Eine Hotline gegen Gewalt und für Unterhaltsvorschüsse wurde eingerichtet.

Wien. Viele Frauen sind in der Krise besonders gefordert. Sie sind in systemrelevanten Berufen tätig: An der Supermarktkasse, in der Reinigung oder in der Pflege. Gleichzeitig haben viele Betreuungspflichten für Kinder – und dazu kommen jetzt noch zu pflegende Familienangehörige, da die vielen Pflegekräfte aus dem Ausland ausfallen. Alleinerzieherinnen haben es besonders schwer.

ÖVP-Frauenministerin Susanne Raab sprach am Mittwoch all diesen Frauen ihren Dank aus und sagte Unterstützung zu. So soll etwa ein Pflegefonds Entlastung schaffen. Außerdem will die Bundesregierung besonderes Augenmerk auf das Thema häusliche Gewalt legen – von einem Anstieg ist aufgrund der Coronakrise auszugehen. „Wendet euch bei den ersten Anzeichen von psychischer oder physischer Gewalt an 0800/222 555. Wir sind rund um die Uhr da“, appellierte Raab. Bereits jetzt verzeichne die Hotline einen Anstieg von 50 Prozent an Anrufern. Mit den Frauenhäusern sei sie in Kontakt, noch gebe es genug Kapazitäten, sagte sie.

 

Sonderurlaub für Kinder

Die grüne Justizministerin, Alma Zadić, sicherte Frauen finanzielle Unterstützung zu: „In Krisenzeiten sollen Frauen schnell und unbürokratisch ihr Geld bekommen.“ Darum würde man die Kriterien für den staatlichen Unterhaltsvorschuss bis 30. April lockern.

ÖVP-Familien- und Arbeitsministerin Christine Aschbacher verwies schließlich noch auf die Möglichkeit einer Sonderbetreuungszeit von bis zu drei Wochen für alle Berufstätigen mit Kindern unter 15 Jahren und bat Arbeitgeber, dies möglich zu machen, wo es nur geht. Ein Drittel der Kosten würde der Staat ersetzen. (ath)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2020)

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