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Coronakrise

OMV muss 2020 über vier Milliarden Euro einsparen

Vorstand: "Borealis wird Teil der OMV"
Vorstand: "Borealis wird Teil der OMV"APA/HANS PUNZ
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Der österreichische Mineralölkonzern OMV fährt organische Investitionen zurück, verschiebt Projekte und zahlt die weitere Borealis-Tranche in Raten bis Ende 2021 ab.

Die Coronavirus-Pandemie zwingt die OMV zu einer drastischen Kostensenkung: 2020 soll der heimische Mineralölkonzern über vier Milliarden Euro eingesparen, um „die Finanzkraft und die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens sicherzustellen" und „die Versorgungssicherheit mit Energie zu gewährleisten", wie der Konzern am Donnerstag erklärte.

Die organischen Investitionen werden heuer demnach um rund 500 Millionen Euro auf knapp unter zwei Milliarden Euro zurückgefahren, die Kosten um rund 200 Millionen Euro gesenkt und Projekte im Volumen von etwa 1,5 Milliarden Euro verschoben. Weiters werden laut OMV über zwei Milliarden Euro für die Übernahme von weiteren 39 Prozent am Chemiekonzern Borealis erst Ende nächsten Jahres fällig - eine entsprechende Anpassungsvereinbarung zum Kaufvertrag vom 12. März 2020 sei heute unterzeichnet worden. Der gesamte Kaufpreis von etwa 4,1 Milliarden Euro darf in Raten bezahlt werden.

Eigene Taskforce im Einsatz

„Dieses Maßnahmenpaket stellt die Handlungsfähigkeit des OMV-Konzerns in dieser wirtschaftlich herausfordernden Situation sicher", betonte Vorstandschef und Generaldirektor Rainer Seele. Speziell eingerichtete Taskforces beobachteten die weiteren Entwicklungen sehr genau, um notwendige strategische Weichenstellungen zum richtigen Zeitpunkt vornehmen zu können, meinte er weiters.

Die globale Ausbreitung des Corona-Virus habe das gesellschaftliche Leben schlagartig verändert und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich verschlechtert. Auch bei der OMV gilt den Angaben zufolge eine generelle Home-Office-Regelung. Nur in business- und versorgungskritischen Bereichen seien Mitarbeiter vor Ort im Einsatz. Dies sei zeitgleich mit den öffentlichen Ausgangsbeschränkungen beschlossen worden.

(APA)