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Corona

Wie sich die Gastronomie durch die Krise kämpft

Gemeinsam. Birgit Reitbauer packt in der Küche des Restaurants Steirereck selbst mit an.
Gemeinsam. Birgit Reitbauer packt in der Küche des Restaurants Steirereck selbst mit an.(c) Beigestellt
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Einfallsreiche Gastronomen suchen nach Lösungen, auch jetzt ihre Gäste – oder Alltagshelden – zu verköstigen.

Das metallische Schaben, wenn der Löffel über den Boden der Suppenschüssel kratzt. Der laut palavernde Gast vom Nebentisch, der sich wie sonst niemand über seine geistreiche Wortmeldung freut. Ja selbst der wiederkehrende Luftzug vom Eingang her, weil Neuankömmlinge die Tür hinter sich nicht schließen können. Es sind Dinge, die einem im Restaurant oft die Nerven geraubt haben, doch an die man jetzt wohlwollend zurückdenkt. Schon bevor Österreichs Gastwirte wegen des Virus die Türen schließen mussten, galt die Gastronomie als harte Branche. Viele Restaurants eröffnen, aber mindestens ebenso viele sperren wieder zu. Die Arbeitszeiten sind ausufernd, gutes Personal ist Mangelware, die Gewinnmargen sind gering. Die Coronakrise hat diese Umstände nur noch weiter verschärft. „Einen derartigen Ausnahmezustand hatten wir seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr; dazu kommt, dass die Gastronomie, im Gegensatz zu anderen Branchen wie etwa der Industrie, kaum Rücklagen hat und viel kleinteiliger aufgestellt ist“, sagt Mario Pulker, Obmann des Fachverbands Gastronomie der WKO.