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Familienpolitik

Oberösterreich: Kritik an "Herdprämie" Kinderbetreuungsbonus

Nach einem Bericht des Landesrechnungshofes machen SPÖ und Neos gegen den Kinderbetreuungsbonus mobil. "Eine Förderung dafür zu vergeben, das Kinderbildungsangebot nicht in Anspruch zu nehmen", sei absurd.

Der Bericht des Landesrechnungshofs zum Kinderbetreuungsbonus in Oberösterreich ist Wasser auf den Mühlen der Opposition: SPÖ und Neos ist die "Herdprämie" ohnehin ein Dorn im Auge. Sie wollen das Geld lieber in den Ausbau der Kindergärten stecken.

Der Kinderbetreuungsbonus sei "ein Relikt aus der Zeit vor der Kinderbetreuungsoffensive in Oberösterreich", kritisierte SPÖ-Familiensprecherin Petra Müllner. Dass jemand, der sein Kind nicht in den Kindergarten schicke, dafür vom Land Geld bekommt, widerspreche den Zielen des einstimmig beschlossenen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes.

Für Neos-Landessprecher Felix Eypeltauer zeigt der Prüfbericht klar, dass der Bonus "abzuschaffen ist". "Eine Förderung dafür zu vergeben, das Kinderbildungsangebot nicht in Anspruch zu nehmen, ist nicht nur absurd, sondern auch fahrlässig", so Eypeltauer. Denn vor allem für Frauen würden Kinderbetreuungszeiten weniger Einkommen und eine steigende Gefahr der Altersarmut bedeuten.

(APA)