Wie die Pandemie Venedig verändert hat: Satellitenbilder zeigen den Verkehr in der Lagunenstadt vor und nach Ausbruch der Coronavirus-Infektion.
Italien

Die kleinen Testwunder von Venetien

Durch sehr hohe Testraten konnte Venetien Infektionen eindämmen. Trotzdem sind Nachbarregionen skeptisch.

Wien/Venedig. 18 Uhr ist ein Fixpunkt im italienischen Corona-Alltag. Da wird gesungen, auf Balkonen, am Fenster. Zugleich tritt Zivilschutzchef Angelo Borrelli vor die Kameras und verliest die neuesten Corona-Zahlen. Meist sind es Hiobsbotschaften: In keinem anderen Land sterben so viele Menschen. Doch zuletzt gab es zarte Hoffnungszeichen: Borrellis Fieber, das viele in Schrecken versetzte, hat sich nicht als Covid-19 erwiesen. Und für einige Tage waren auch die Neuinfektionen leicht gesunken. Gestern aber stiegen sie wieder. Experten hatten ohnehin vor Optimismus gewarnt: Infizierte blieben wegen des überlasteten Gesundheitssystems daheim und verzichteten auf Diagnosen.