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Hacker will Wiener Spielplätze in "eher kürzerer" Zeit öffnen

Vorerst sind Spielplätze noch abgesperrt.
Vorerst sind Spielplätze noch abgesperrt.(c) imago images/photo2000 (photo2000 via www.imago-images.de)
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Der Wiener Gesundheitsstadtrat verweist auf große Familien, die in kleinen Wohnungen lebten. Ältere Menschen müssten aber "über längeren Zeitraum wirkliche Disziplin" zeigen.

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) will Spiel- und Sportplätze in "eher kürzerer" Zeit und nicht erst "in weiter Ferne" wieder öffnen. Die älteren Menschen ab 65 und andere Risikogruppen müssten jedoch "Verständnis" haben, dass von ihnen "wirkliche Disziplin über einen längeren Zeitraum" gefordert sei. Aktuell steht Hacker aber zum österreichweiten "Schulterschluss", versicherte er mehrfach.

Der SPÖ-Stadtrat war mit ähnlichen Aussagen in einem "Falter"-Interview in die Kritik geraten. Da habe er nur sagen wollen, dass es "eine Perspektive geben muss", meinte er in der "ZiB2". Man werde "in nächster Zeit beginnen müssen, in der Stadt gewisse Bereiche wieder zu öffnen", drängte er etwa darauf, die Bundesgärten wieder zugänglich zu machen.

Man könne bei hunderttausenden Wiener Kindern nicht sämtliche Spielplätze über Wochen geschlossen halten, verwies er vor allem auf Familien, die mit zwei, drei Kindern in kleinen Wohnungen leben und keine Möglichkeit hätten, an die frische Luft zu kommen (Spazierengehen ist allerdings mit den bundesweit geltenden Regeln erlaubt, Anm.) Jetzt freilich müsste man noch die "Disziplin aufrechterhalten", aber der Zeitpunkt werde kommen, "eher kürzer als in weiter Ferne", wo man den Kinder wieder "Bewegungsplatz" gibt.

Angesprochen auf seinen Appell an Ärzte, wegen fehlender Schutzkleidung nicht hysterisch zu sein, berichtete Hacker von einer großen Bestellung, mit der es in den nächsten Tagen Nachschub gebe sollte. Und man habe jetzt auch die niedergelassenen Ärzte in die zentrale Versorgung mit aufgenommen. Aber man müsse sich Masken wie auch die Reagenzien für die Test am Weltmarkt besorgen - und könne somit auch nur so viel testen, wie "von den internationalen Konzernen zugeteilt wird".

(APA/red.)