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Coronakrise in den USA

Trumps Bocksprünge in der Coronakrise

New York im Ausnahmezustand. Ärzte und Sanitäter klagen über ein moralisches Dilemma.
New York im Ausnahmezustand. Ärzte und Sanitäter klagen über ein moralisches Dilemma.(c) APA/AFP/KENA BETANCUR
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Das Krisenmanagement ist von Spontaneinfällen des Präsidenten geprägt. Zuletzt fabulierte er von Quarantäne für den Großraum New York. Via Twitter revidierte er den Plan.

In New York, dem Hotspot der Coronakrise in den USA mit rund der Hälfte der mehr als 130.000 Fälle und rund 1000 Todesopfern, sind Ärzte und Sanitäter zunehmend in der moralischen Zwangslage der Triage. Täglich treffen sie Entscheidungen über Leben und Tod: Wen transportieren sie zuerst ins Krankenhaus, wen hängen sie an ein Beatmungsgerät? In einigen Spitälern ist die Not so groß, dass die Mediziner dazu übergegangen sind, zwei Patienten an eine Beatmungsmaschine zu hängen.

Für Montag war eine gewisse Erleichterung in Aussicht gestellt: Die USNS Comfort, das Spitalschiff der Marine mit einer Kapazität von 1000 Betten, sollte im New Yorker Hafen anlegen. Um die Krankenhäuser der Metropole zu entlasten, soll es die Nicht-Corona-Fälle aufnehmen. Donald Trump war am Samstag eigens auf den Stützpunkt Norfolk in Virginia geflogen, um gleichsam als Kriegspräsident das Schiff auf die Reise nordwärts zu schicken. „Eine 70.000-Tonnen-Botschaft der Hoffnung und der Solidarität“, wie er sich ausdrückte – als Notmaßnahme für die Heimatstadt.