Schnellauswahl
Coronavirus in Tirol

Landeshauptmann Platter warnt: "Die Lage verschärft sich"

TIROL: CORONAVIRUS / PK LAND TIROL: PLATTER
Landeshauptmann Platter warnt vor einer verfrühten Lockerung der Maßnahmen, die ein "fataler Fehler" sein könnten.(c) APA/EXPA/ERICH SPIESS (EXPA/ERICH SPIESS)
  • Drucken

Am Montag erteilte der Tiroler Landeshauptmann Günter Platter (ÖVP) jeglichen Hoffnungen auf eine vorzeitige Lockerung der De-facto-Ausgangssperren eine Absage. „Die Lage verschärft sich“ mahnte dieser bei einer Video-Pressekonferenz.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat sich hinsichtlich einer möglichen Lockerung der De-facto-Ausgangssperre nach Ostern vorsichtig gezeigt. Man werde und müsse in den kommenden Tagen gemeinsam mit der Bundesregierung eine "ganz genaue Analyse" vornehmen, "welche Maßnahmen nach Ostern notwendig sein werden", sagte Platter am Montag bei einer Videopressekonferenz. Eine "verfrühte Aussage" wolle er deshalb nicht treffen. Das könne ein "fataler Fehler" sein. „Ich mahne zur Vorsicht.“

In einer Woche wisse man eher, ob die Intensivkapazitäten im Bundesland ausreichen werden. Bis dahin könne es zu einer "schwierigen Situation" kommen. Aktuell (Stand Montagnachmittag) werden in Tirol 57 Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut - um sieben mehr als am Tag zuvor. "Die Lage verschärft sich", kommentierte Platter die steigenden Zahlen.

Leider müsse man vorerst weiterhin überall eine Zunahme feststellen - auch was die Zahl der Neuinfektionen betreffe. "Aber wir sind am richtigen Weg", betonte der Landeshauptmann, der die von der Bundesregierung präsentierten Nachschärfungen - ebenso wie seine Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) - begrüße. Einmal mehr appellierte Platter an die Bevölkerung, den Einschränkungen Folge zu leisten. In Tirol gilt neben der De facto-Ausgangssperre bis zum 13. April auch die sogenannte Vollquarantäne, in der Bürger nur in Ausnahmefällen von einer Gemeinde in eine andere fahren dürfen.

Schulen weiterhin geschlossen, kürzere Sommerferien möglich

Auch in den Schulen werde sich kurzfristig nichts ändern: "Ich glaube, dass das Regime rund um die Schulen auch nach Ostern gegeben sein wird". Es werde nicht der Fall sein, dass dann "alles schon wieder normal sein wird“, sagte Platter.

Auf die Frage, ob man nicht notfalls eine Verkürzung der Sommerferien in Betracht ziehen müsse, meinte Tirols Bildungsdirektor Paul Gappmaier, dass derzeit von einer planmäßigen Beendigung des Schuljahres ausgegangen werde. Die Frage einer etwaigen Verkürzung werde aber diskutiert, räumte Gappmaier ein. "In ein, zwei Wochen" werde man mehr sagen können.

(APA)