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Interview

Wiener KAV-Chef zu Corona: "Wir schaffen das"

Michael Binder bei der Pressekonferenz zum 1. bestätigten Corona-Fall in Wien Ende Februar
Michael Binder bei der Pressekonferenz zum 1. bestätigten Corona-Fall in Wien Ende FebruarAPA/ROLAND SCHLAGER
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Man werde den Peak der Epidemie abfedern können, sagt der medizinische Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbundes Michael Binder. Der Alltag in den Wiener Spitälern werde auch in drei, vier Wochen "hoffentlich" nicht viel anders aussehen als jetzt.

Die Presse: Wenn man letzte Woche Simulationsexperten Nikolaus Popper von der TU zuhörte, dachte man: Das wird schon. Gleichzeitig warnte Stefan Thurner vom Vienna Science Hub: Wenn man auf die Zahl der Toten blickt, bewegen wir uns Richtung Italien. Und am Montag sagte die Regierung: Wenn sich nicht dramatisch etwas ändert, dann ist Mitte April das Gesundheitssystem überlastet. Sind das verschiedene Einschätzungen oder ist die reale Dynamik der Ereignisse so groß?

Michael Binder: Es gibt verschiedene Formen der Modellierung, dadurch kommt man zu den verschiedenen Aussagen.

Wie ist Ihre Einschätzung für Wien: Droht in wenigen Wochen die Überlastung des Gesundheitssystems, wie es bei der Pressekonferenz am Montag hieß?