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Vorarlberg

Große Schnapsspendeaktion gegen Corona

Macht Drinks zu Desinfektionsmittel!Michaela Seidler
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Im Ländle sind 8822 Liter an hochprozentigen Getränken gesammelt worden, um daraus in einer Destillerie in Lustenau Desinfektionsmittel zu erzeugen. Sie werden an Gemeinden verschenkt und von diesen verteilt.

Sonst ist es immer Blutspenden: In Vorarlberg hat eine ungewöhnliche Sammelaktion im Kampf gegen Corona stattgefunden. Ende März wurden nach einem Aufruf an die Bevölkerung an drei Tagen insgesamt 8822 Liter hochprozentiger Getränke wie Schnaps, Wodka, Rum, Gin und Co. gesammelt, um diese Menge noch höher zu konzentrieren und daraus Desinfektionsmittel zu erzeugen. Das soll am Ende rund 3500 Liter davon ergeben.

Die Aktion war von der Lustenauer Destillerie Freihof, vom Fußballklub Austria Lustenau und dem Liechtensteiner Unternehmer Florian Fritsch initiiert worden. Der Spendenaufruf an die Bevölkerung war via klassischer und sozialer Medien erfolgt. In Folge brachten viele Menschen Alko-Spenden zur Destillerie, oder die Flaschen und anderen Behältnisse wurden von Spielern der Austria Lustenau in den Haushalten abgeholt.

Schnaps-Sammelstelle bei FreihofAPA/ANGELIKA GRABHER-HOLLENSTEIN (ANGELIKA GRABHER-HOLLENSTEIN)

Freihof-Chef Johann Drexel sagte heute Freitag, dass man nur noch eine behördliche Genehmigung für die Endproduktion einholen müsse. Das sei allerdings nur eine Formalsache. Am Montag dürfte man dann wohl beginnen, konzentrationsgesteigerten Alkohol mit den laut WHO vorgesehenen Zutaten zu vermischen.

Die Kosten liegen laut Drexel bei zehn bis 15 Euro pro Liter, je zur Hälfte getragen von Freihof und dem Unternehmer Fritsch; Letzterer ist im Bereich von Investments, Start-up-Förderungen, Zukunftstechnologie und gemeinnützigen Projekten tätig.

Die Spenden wurden auch mit politischer Unterstützung zusammengeschüttet: rechts Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP), links der Grünen-Politiker und frühere Landtagsabgeordnete Bernd Bösch.SC Lustenau

Das Desinfektionsmittel soll an Gemeinden, deren Einwohner sich an der Aktion beteiligten, verschenkt werden, und am Ende medizinischen Einrichtungen, Pflegeheimen und ähnlichen Orten zugute kommen.

Freihof-Geschäftsführer Johann DrexelFreihof

 

(Red./Greber)