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Coronavirus

US-Gesundheitschef warnt vor "Pearl-Harbor-Moment"

Gesundheitspersonal im Corona-Hotspot New York.REUTERS
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Mit dramatischen Worten wendet sich Jerome Adams an die Amerikaner: Er vergleicht die Pandemie mit dem japanischen Angriff, der den US-Eintritt in den Zweiten Weltkrieg auslöste.

In den USA nähert sich die Zahl der Todesopfer der Coronavirus-Pandemie der Marke von 10.000 an. Binnen 24 Stunden starben weitere mehr als 1200 Menschen an der Infektion, wie am Sonntag aus der Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA stieg bis zum Abend auf 9633. Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle wuchs auf mehr als 337.200.

Der Aufseher der US-Gesundheitsdienste, Jerome Adams, warnte, dass auf die Vereinigten Staaten besonders schwere Tage zukämen. Dies werde die "härteste und traurigste Woche" werden, welche die meisten US-Bürger bisher in ihrem Leben erlebt hätten, sagte Adams im Fernsehsender Fox News. Dies werde "unser Pearl-Harbor-Moment, unser 9-11-Moment" - jedoch mit dem Unterschied, dass das Ereignis nicht auf einen Ort der USA begrenzt sei.

Der japanische Überraschungsangriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii 1941 hatte den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Durch die Terroranschläge des 11. September 2001 wurden in den USA rund 3000 Menschen getötet. Ihnen folgten die US-Invasionen in Afghanistan und im Irak.

Trump beschwichtigt: Erste Beruhigung in New York

US-Präsident Donald Trump hingegen äußerte am Sonntag die Hoffnung, dass in den Brandherden ein Abflachen auszumachen sei. Er verweist dabei auf jüngste Mitteilungen aus dem am schlimmsten betroffenen Bundesstaat New York. Dort meldeten die Behörden am Sonntag erstmals seit einer Woche, dass weniger Menschen als am Vortag verstorben seien. "Vielleicht ist das ein gutes Zeichen", sagte Trump weiter.

Derweil ist in einem New Yorker Zoo ein Tiger positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das vierjährige Weibchen Nadia leide an einem trockenen Husten, teilen die Betreiber des zoologischen Gartens im Stadtteil Bronx am Sonntag (Ortszeit) mit. Es sei weltweit die erste bekannte Infektion bei einem Tiger und das erste Mal, dass die Krankheit bei einem Tier in den USA nachgewiesen worden sei, hieß es weiter. Nadia werde sich aber voraussichtlich erholen, teilten die Verantwortlichen zudem mit.

(APA/AFP)