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Rumänien verhindert Flug mit Pflegekräften nach Österreich

Ende März flog das Land Niederösterreich Pflegekräfte aus Rumänien und Bulgarien nach Österreich, für das Burgenland ist die Lage nun schwieriger.
Ende März flog das Land Niederösterreich Pflegekräfte aus Rumänien und Bulgarien nach Österreich, für das Burgenland ist die Lage nun schwieriger.APA/HELMUT FOHRINGER
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Eine Notstandsverordnung in Rumänien verhindert eine „Luftbrücke“ nach Österreich. Die Versorgung sei aber gesichert, sagt der burgenländische Landesrat Illedits. Ein Flug aus Kroatien soll aber planmäßig landen.

Die geplante Luftbrücke, mit der am Mittwoch Pflege- und Betreuungskräfte von Rumänien nach Österreich gebracht werden sollten, um im Burgenland arbeiten zu können, fällt aus. Grund dafür ist eine in Rumänien erlassene Notstandsverordnung, aufgrund der Pfleger und Betreuer das Land aktuell nicht verlassen dürften, teilte Soziallandesrat Christian Illedits (SPÖ) am Donnerstag mit.

Nach Gesprächen mit dem Sozialministerium und dem Außenministerium sei offenkundig geworden, dass der vom Land Burgenland geplante Flug am 15. April nicht zustande kommen kann. Die Luftbrücke aus Kroatien werde wie geplant stattfinden. Durch gesetzte Maßnahmen wie die Verstärkung der burgenländischen Pflegehotline, den verstärkten Einsatz der mobilen Hauskrankenpflege, die beiden Ersatzbetreuungseinrichtungen sowie die Trennungszulage in Höhe von 500 Euro für Personenbetreuer bei Turnusverlängerung bleibe die Versorgung dennoch gesichert, betonte Illedits.

Ein- und Ausreisebestimmungen änderten sich laufend: So sei am Dienstag in der rumänischen Notstandverordnung festgelegt worden, dass für Arbeitnehmer aus dem Bereich der sozialen Fürsorge keine Ausreise nach Österreich gestattet sei, da Österreich als sogenannte "Rote Zone" gelte.

Trennungszulage „wirksame Initiative"

Rumänische Staatsbürger würden unter "institutionalisierte Quarantäne" gestellt, wenn sie aus Österreich kämen. Damit sei eine beaufsichtigte Zwangsquarantäne gemeint. Aus heutiger Sicht könne nicht gesagt werden, wie lange die Maßnahmen andauern. "Wir informieren alle Agenturen und Betroffene über neue Entwicklungen und hoffen, dass möglichst viele Betreuerinnen und Betreuer im Burgenland bleiben. Die Trennungszulage hat sich bereits als wirksame Initiative herausgestellt", sagte Illedits.

Der geplante Flug nach Zagreb, um 100 Personenbetreuer ins Land zu bringen, sei nicht betroffen und soll planmäßig am 15. April stattfinden. In Wien Schwechat angekommen, müssen sich die Passagiere aus Zagreb in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, um dann ihre Kollegen ablösen zu können. Unterkünfte hierfür seien bereits vom Land Burgenland organisiert worden.

(APA)