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Gastkommentar

Wer holt uns hier wieder heraus?

(c) Peter Kufner
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Bis uns die Wissenschaft mit einem Wirkstoff von diesem Albtraum erlöst, bleibt Zuversicht die einzig verfügbare Medizin.

In der Stunde der Krise haben Zukunftsforscher Hochsaison. Vielleicht haben sie ja recht, wenn sie meinen, dass die Welt nach Corona nicht wiederzuerkennen sein wird. Dass die Globalisierung zurückgedrängt und wieder mehr vor Ort produziert wird, dass Billigflüge ihr Ende finden, ein neues Biedermeier kommt und der ohnehin schon recht starke Staat eine noch viel stärkere Rolle in unserem Leben einnimmt.

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Viel wahrscheinlicher aber ist, dass alles ganz anders kommt. In etwa so, wie das der deutsche Publizist Gabor Steingart erwartet: Diese Krise ist kein großer Wendepunkt, sie wird bereits begonnene Entwicklungen radikal beschleunigen. Die Welt danach wird in erhöhtem Tempo globalisiert, politisch fragmentiert und technologisch digitalisiert sein.
Für ein kleines Land wie Österreich ist es in diesem Umfeld von entscheidender Bedeutung, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Aber wie macht man das? Am besten beginnt man damit, nicht mehr auf falsche Propheten zu hören. In den vergangenen Jahren wurde der Bevölkerung immer wieder erklärt, sie müsse sich vom „Wachstumszwang“ befreien, weil ja ohnehin nur einige wenige von dieser wachstumsgetriebenen Wirtschaft profitieren würden. Die aktuelle Notlage legt in erschreckender Klarheit offen, wie sehr unser aller Wohlstand von einer florierenden Wirtschaft abhängt. Sie nützt eben nicht den wenigen, sie nützt den vielen. Wachstum ist natürlich nicht alles, aber die Voraussetzung dafür, den ganzen Spuk mit all seinen Folgen zu bewältigen. Ohne Wachstum ist weder der Sozialstaat finanzierbar noch die Massenarbeitslosigkeit in den Griff zu kriegen noch eine Pleitewelle in bisher unbekanntem Ausmaß zu verhindern.