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Bad Bunny

Epikureismus aus der Karibik

„Ich tu, was ich will“: Das bedeutet der Titel von Bad Bunnys neuem Album.
„Ich tu, was ich will“: Das bedeutet der Titel von Bad Bunnys neuem Album.(c) Rimas
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Der Puertoricaner, in den USA bereits ein Superstar, mischt saftige Latintraps mit sinnlichem Reggaeton. Ideal für den Urlaub zu Hause.

Schon der erste Song „Si Veo a Tu Mamá“ ist ein Ohrwurm. Er beginnt mit den sanften Akkorden von Antonio Carlos Jobims patiniertem Welthit „The Girl From Ipanema“. Doch so entspannt es zunächst auch dahinschaukelt, bald knallen Schüsse in der tropischen Nacht. Sie versinnbildlichen die aufgepeitschten Gefühle eines eben von seiner Freundin Verlassenen. Der Titel heißt übersetzt: „Wenn ich deine Mutter sehe, dann frage ich sie nach dir“. Der Protagonist hegt also noch Hoffnung, dass alles in Harmonie endet. Ein perfekter Groove adelt diese Allerweltsthematik, die in den Karaokebars nicht nur spanischsprachiger Länder für Furore sorgt. Verlassen wird ja immer und überall.