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Die These: In der kritischen Phase einen künstlichen Tiefschlaf einleiten - und im Frühling wieder aufblühen.
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Coronakrise

Wirtschaft im künstlichen Koma

Niemand müsste in Kurzarbeit, es gäbe keine staatlichen Haftungen und keine Pleiten. Über die Idee, die Wirtschaft während der Coronakrise in einen künstlichen Tiefschlaf zu versetzen.

Das künstliche Koma ist ein Zustand, in den Patienten in medizinischen Notfällen versetzt werden, um den Körper zu entlasten und die Heilung zu fördern. Eine Vollnarkose, in der Bewusstsein und Schmerz für eine gewisse Zeitspanne ausgeschaltet werden.

Während viele Regierungschefs Kriegsmetaphern verwenden, um der Bevölkerung das Ausmaß der Coronapandemie bewusst zu machen, bemüht der Ökonom Daniel Stelter ebendieses Gleichnis aus der Medizin: Die Wirtschaft soll in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt werden, um die Schäden gering zu halten. „Wir könnten ökonomisch so tun, als hätte es dieses Quartal nicht gegeben“, sagt Stelter, Gründer des Thinktanks Beyond the Obvious, zur „Presse“. „Dann wären wir nach der Krise so gestellt, als wäre nichts passiert. Wir hätten keine Schmerzen.“