CORONAVIRUS: PK 'AKTUELLES ZUR CORONAKRISE' NEHAMMER / KOGLER / KURZ / ANSCHOBER
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Was hat die Regierung gut gemacht, was weniger gut?

Österreichs Regierung verkündete erste Lockerungen - Zeit für eine Zwischenbilanz zum Thema Coronavirus: Wie gut war das Krisenmanagement bisher? Diskutieren Sie mit!

"So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkung wie notwendig“, diese Devise gibt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für die kommenden Wochen und Monate aus. Dass es in Bälde eine Rückkehr zu Vor-Corona-Zeiten geben wird, ist ausgeschlossen - denn zuerst muss ein Impfstoff gefunden werden. Aber wie hat sich die türkis-grüne Koalition bisher geschlagen?

Mit dem Krisenmanagement befasst sich Chefredakteur Rainer Nowak nicht nur in seinem täglichen Corona-Briefing regelmäßig. Er hat auch eine Analyse zur Entscheidungsfindung von Kurz geschrieben. „Kurz fragt, Kurz ruft an, Kurz hört zu“, schreibt Nowak. Und erklärt, warum er hart reagierte und nun Durchhalten propagiert.

„Tu felix Austria, öffne deine Schlossgärten“: Mit diesem Titel kommentierte Innenpolitik-Chef Oliver Pink vergangene Woche die Lage. Sein Fazit: Vergleicht man Österreich mit anderen Ländern, kann man wenig klagen. (Übrigens: Die Bundesgärten in Wien sind mittlerweile auch wieder offen).

„So gut, wie die Regierung zu Beginn die Krise erkannt hat, so schlampig ist ihr Umgang mit dem Recht", meint indes Philipp Aichinger in einem Leitartikel. Er wünscht sich, dass es mehr rechtliche Klarheit für die Bevölkerung gibt.

Viel Kritik gibt es von Georg Kapsch, Chef der Industriellenvereinigung. In einem Gastkommentar denkt er nicht nur an die Wirtschaft: „Ist es verantwortungsvoll, sehenden Auges als ganzer Kontinent in den menschlichen, demokratiepolitischen und finanziellen Selbstmord zu laufen, weil man nur eindimensional denkt und ebenso handelt?“, fragt sich Kapsch. Und weiter: „Sterben wir mit oder durch Corona?"

Auch Querschreiber Christian Ortner warnt in seiner wöchentlichen Kolumne vor dem „sturen Verfolgen des vermeintlich ethisch Gebotenen“. Denn das könne Folgen haben, an die wir heute noch gar nicht denken.

Anneliese Rohrer legt in ihrer Kolumne den Fokus auf die Lehren, die wir für die Zukunft ziehen können. Ein zentraler Punkt: „Entscheidungen sollten weniger nach parteipolitischen Gesichtspunkten getroffen werden.“ Denn das räche sich nun.

(sk)

Diskutieren Sie mit: Was hat die Regierung richtig gemacht, was falsch? Welche Lehren können wir daraus ziehen? Gibt es Länder, die es besser gemacht haben als Österreich? Haben wir das Schlimmste überstanden - oder kommt es erst noch? Und: Wie geht es Ihnen nach mehr als einem Monat Ausgangsbeschränkungen?