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Coronavirus

Sturm auf die Baumärkte: „Ohne Pelargonien kein Frühling“

Corona-Hinweisschild vor dem Obi Baumarkt Klosterneuburg
Corona-Hinweisschild vor dem Obi Baumarkt Klosterneuburg(c) Manfred Seeh, Presse
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Für die Bau- und Gartenmärkte war es Tag eins am Weg zur „neuen Normalität“. Für die Kunden – und deren Fantasie-Masken – auch.

„Desinfizierte Wägen“ steht auf einem Schild. Unter dem Schild steht ein junger Angestellter mit Mund-Nasen-Schutzmaske und großflächigem Augenschutz-Visier. In einer Hand hält er eine Flasche Desinfektionsmittel, in der anderen ein Tuch. Das Bild zur Krise, könnte man sagen – ein Bild, das sich seit Dienstag vor Baumärkten bietet. So auch vor dem weitläufigen „Obi Markt Klosterneuburg“, unmittelbar an der Wiener Stadtgrenze.

Wer in das an einen Flugzeughangar erinnernde Geschäft will, muss einen – desinfizierten – Einkaufswagen vor sich her schieben, auch wenn er nur eine Glühbirne braucht. Und man muss Maske tragen. Wer keine dabei hat, kann sich eine kaufen, um einen Euro pro Stück. Selbstgebastelte bzw. genähte Masken lässt der Security-Mann am Eingang gelten. Hiebei sind die Kunden einfallsreich. Vom umfunktionierten Halstuch mit rosaroten Totenköpfen bis zum zusammengelegten Wischtuch mit dicken, grünen Gummibändern reichen die Kreationen. Nicht jedem gefallen die Regeln. „Jetzt werden wir endgültig bevormundet“, murrt ein Kunde. Im Markt fordern etliche Hinweisschilder „ausreichenden Abstand“ einzuhalten. Wobei abwechselnd von 1,5 und von zwei Metern zu lesen ist.