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Designerrochade: Givenchy trennt sich von Clare Waight Keller

Das Maison Givenchy gab das Ende der Zusammenarbeit mit Claire Waight Keller bekannt.
Das Maison Givenchy gab das Ende der Zusammenarbeit mit Claire Waight Keller bekannt.(c) Getty Images (Pascal Le Segretain)
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Kurz vor dem Osterwochenende gab das Maison Givenchy bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Clare Waight Keller ausläuft. Eine Pre-Fall-Kollektion wird die Marke nicht herausbringen, auch Haute Couture wird im Sommer nicht gezeigt werden.

Vor drei Jahren wurde Clare Waight Keller, gebürtige Schottin und zuvor lange Jahre Hausdesignerin bei Chloé, als erste weibliche Designerin an die Spitze des 1952 von Hubert de Givenchy gegründeten Pariser Traditionshauses geholt. Die Marke, deren Kollektionen zuvor etwa von John Gallian, Alexander McQueen und Riccardo Tisci, Waight Kellers direktem Vorgänger, entworfen wurden, ist heute Teil des LVMH-Luxusgüterkonzerns.

Die Arbeit für das Pariser Maison sei, so Waight Keller in einer Aussendung, eine Gelegenheit gewesen, „das Erbe der Marke zu ehren und zu neuem Leben zu erwecken“. Als einen der Höhepunkte ihrer Arbeit hebt sie die Neulancierung der Haute-Couture-Kollektion hervor. Diesen Sommer wird es allerdings als Konsequenz der Coronakrise keine Haute Couture geben, auch die Pre-Fall-Kollektion wird entfallen, wie der Branchendienst WWD vermerkte.

Kaia Gerber in einer Haute-Couture-Brautrobe von Givenchy.
Kaia Gerber in einer Haute-Couture-Brautrobe von Givenchy.APA/AFP/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Besondere Aufmerksamkeit - auch außerhalb der Modewelt - erntete Waight Keller mit ihrem Beitrag zu einer der royalen Traumhochzeiten der letzten Jahre: Meghan Markle trug ein für sie entworfenes Brautkleid, als sie 2018 Prinz Harry ehelichte.

Das Maison Givenchy will in den kommenden Wochen die neue „Kreativorganisation“, wie es in einem Communiqué hieß, verlautbaren.

(dk)