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Führungsfehler

Neulich, im Home Office

Kolumne. Die Chefin und ihre Stellvertreterin waren gewohnt, viel zu arbeiten. Dann kam Corona.

Kein Problem, meinten beide. Im Home Office sparen wir uns die Fahrzeit in die Arbeit, zwei Stunden jeden Tag. Die können wir länger arbeiten. Auf die Idee, die gewonnen zwei Stunden anders zu nutzen, kamen sie gar nicht. Hat eh alles geschlossen.

Also stiegen sie in der Früh ins System ein und arbeiteten, skypten oft bis spät in die Nacht, immer länger, bis die Ehemänner maulten, dass sie endlich schlafen wollten. 

Eines Vormittags wunderten sie sich, dass niemand sonst erreichbar war. Sollten sie die Mitarbeiter strenger kontrollieren? Nahmen die das Home Office womöglich nicht ernst?

Die Antwort der Ehemänner kam prompt: Heute ist Ostermontag!

Dass man sein Zeitgefühl verliert, passiert ganz leicht. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht selbst verliert.

 

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Ähnlichkeiten mit realen Personen und Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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