Der Frühling war trocken, die Flüsse führen wenig Wasser. In Österreich produzieren die Donaukraftwerke nur halb so viel Strom wie vor einem Jahr.
Kraftwerke

Österreichs Stromversorgung: "Das System wird anfällig"

Österreichs Strombranche kommt bisher gut durch die Krise. Allerdings nur, weil genug fossile Kraftwerke zur Verfügung stehen. Das werde sich bald ändern, warnt E-Control-Chef Andreas Eigenbauer. Österreich müsse neue Gaskraftwerke bauen.

Die heimische Stromwirtschaft hat die Coronakrise bisher gut gemeistert. In den Kraftwerken campieren Mitarbeiter, um den Betrieb zu sichern, aus den Steckdosen fließt Strom wie eh und je. Doch gerade die vergangenen Wochen haben auch gezeigt, wie stark das Land immer noch auf fossile Kraftwerken bauen muss. Denn die politisch gewünschte Versorgung mit erneuerbaren Energieträgern hängt derzeit wetterbedingt etwas in den Seilen: Der trockene Frühling ließ die Stromproduktion aus Flüssen im Wasserkraftland Österreich massiv einbrechen. Aktuell liefert die Donau nur etwa halb so viel Energie, vor einem Jahr.