Die Coronakrise lässt die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen wieder aufleben.
Jetzt, wo nicht nur der klassische Arbeitsmarkt darniederliegt, sondern auch Tausende Freiberufler und Einpersonen-Unternehmen von jeglicher Einnahmenquelle abgeschnitten sind, haben wir sie wieder: Die Diskussion über die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Im deutschen Bundestag liegt seit Mitte März eine Petition vor, die die zeitlich begrenzte Einführung eines BGE zur Abfederung der Coronakrisenfolgen verlangt. Und, so wird argumentiert, Spanien sei ja auch gerade dabei, so etwas zu verwirklichen, sogar der Papst habe es neulich bei seinem Ostersegen vorgeschlagen.
Letzteres stimmt so natürlich nicht: Der Papst hat ein Grundeinkommen für alle verlangt, die in prekären Verhältnissen leben. Also das, was wir etwa in Österreich mit der bedarfsorientierten Grundsicherung und in Deutschland mit Hartz IV längst haben. Und Spanien plant genau das: eine bedarfsorientierte Grundsicherung.