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Razzia gegen islamistische Terrorzelle in Deutschland

Vier Personen aus Tadschikistan wurden im Bundesland Nordrhein-Westfalen festgenommen. Sie sollen Kontakt zu IS gehabt haben.

In Deutschland haben die Behörden offenbar eine Terrorzelle des sogenannten Islamischen Staates (IS) ausgehoben. Vier Personen aus Tadschikistan wurden am Mittwochmorgen auf Anordnung der Bundesanwaltschaft bei einer Razzia im Bundesland Nordrhein-Westfalen festgenommen. Sie und ein fünfter, bereits in Untersuchungshaft sitzender Mann sollen im Namen des IS Anschläge geplant haben. Das berichtet die Deutsche Presse Agentur (dpa).

Waffen und Bombenpläne

Demnach hatten die Verdächtigen Einrichtungen des US-Militärs in Deutschland und auch Einzelpersonen im Visier. Menschen, die sich kritisch gegenüber dem Islam geäußert haben, seien als Mordopfer ausgespäht worden. Die Festgenommen waren im Besitz von Schusswaffen und Anleitungen für den Bombenbau. Unmittelbar bevorgestanden hätten Anschläge aber nicht.
Die Männer sollen ursprünglich geplant haben, zum Kampf nach Tadschikistan zu ziehen. Dann hätten sie aber entschieden, in Deutschland zu bleiben. Für ihre Anschlagspläne standen sie laut der Bundesanwaltschaft in Kontakt mit zwei ranghohen IS-Führungsmitgliedern in Syrien und Afghanistan.

(APA/dpa/AFP)