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Conchita Wurst moderiert die deutsche Song-Contest-Ersatzshow

Conchita Wurst gewann vor sechs Jahren den Song Contest - und moderiert heuer die Ersatz-Show auf ProSieben.APA/ERWIN SCHERIAU
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In der ProSieben-Show „Free European Song Contest“, die von Stefan Raab produziert wird, sollen prominente Musiker nacheinander live auf die Bühne gehen.

Conchita Wurst und Moderator Steven Gätjen präsentieren den von Stefan Raab und ProSieben erdachten Ersatz-Wettbewerb für den abgesagten Eurovision Song Contest 2020. Der "Free European Song Contest" soll am 16. Mai ausgetragen werden - am Termin, der ursprünglich für den ESC vorgesehen war. In der Ersatz-Show sollen nach Angaben von ProSieben "prominente Musiker nacheinander live auf der größten internationalen Bühne des Abends" in einem Studio in Köln für ihr Herkunftsland ins Rennen gehen. Am Ende vergeben die Zuschauer Punkte und küren den ersten Sieger. Produziert wird die Show von Stefan Raab.

Der als Dragqueen Conchita Wurst bekannt gewordene Künstler Thomas Neuwirth (31) hatte den ESC 2014 für Österreich gewonnen. Steven Gätjen (47) wiederum ist ein erfahrener Show-Moderator. Unter anderem präsentierte er die Raab-Show "Schlag den Raab". "Niemand steht besser für diesen europäischen, musikalischen Gedanken", erklärte ProSieben-Chef Daniel Rosemann am Mittwoch.

Europaweite Ersatz-Shows für den Song Contest

Europaweit gibt es einige Sondersendungen, die den abgesagten ESc ersetzen sollen: Im ORF präsentiert Andi Knoll seit Dienstag die auf drei Teile angelegten Show "Mr. Song Contest proudly presents - Der 'kleine' Song Contest", die am Samstag mit einem Publikumsvoting zu Ende geht.

In Spanien ist die Onlineausgabe des Bewerbs bereits Ende März über die Bühne gegangen - mit dem heimischen Kandidaten Blas Canto und "Universo" als Sieger. Vincent Bueno als Rot-Weiß-Rot-Fahnenträger wurde auf der iberischen Halbinsel immerhin auf Platz 13 gewählt. Schweden folgt am 9. und 14. Mai, wenn in zwei Abendshows durch das Voting des Publikums bei "Eurovision: Sveriges 12:a" der Sieger gekürt wird.

Einen regelrechten Stau gibt es dann am 16. Mai - dem eigentlich als Finalabend für Rotterdam vorgesehenen Datum. Die BBC will hier unter dem Titel "Eurovision: Come Together" und mit der Moderation von Talklegende Graham Norton eine Mischung aus Best-of-Performances und heurigen Vertretern zeigen. In Deutschland hat Mastermind Stefan Raab für ProSieben am gleichen Tag den "Free European Song Contest" konzipiert, dessen Details noch offen sind.

Und dann gibt es da ja noch die European Broadcasting Union (EBU) als eigentlicher ESC-Mutter, der man damit in die Quere kommt. Schließlich hat man hier die zweieinhalbstündige Ersatzshow "Europe Shine a Light" konzipiert, die unter anderem alle 41 Teilnehmer zu einem virtuellen Chor sowie mit Teilen ihrer Beiträge vereint. Auf einen Wettbewerb wird hier - laut Veranstalterangaben, um die Ausfallshaftung der Versicherung nicht zu gefährden - jedoch verzichtet. Ob der ORF diesen ESC-Moment am 16. Mai ebenfalls übertragen wird, war am Mittwoch noch offen.

(APA/dpa)