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Kochhistorie

Pfennignudeln

Symbolbild.
Symbolbild.(c) imago/Westend61 (imago stock&people)
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Eine der zahlreichen zart süßen Mehlspeisen aus Zeiten, in denen weder Lactose noch Gluten zu Angstschweiß führten.

Zubereitung: „Man versprudle 4 Eier gut, rühre 9 Centil. warmes Obers, 2 Löffel Germ, etwas Salz und 10 1/2 Deka zerlassener Butter unter 28 Deka Mehl, schlage den Teig gut an, lasse ihn ein wenig gehen, dann walke man ihn auf einem mit Mehl besäten Nudelbrett fingerdick aus, steche mit dem kleinsten Krapfenradel Nudeln aus, bestreiche eine Casserolle mit Butter, belege den Boden derselben mit den Nudeln, begieße sie mit zerlassener Butter, gebe wieder eine Lage Nudeln und fahre so fort, bis der Vorrat zu Ende ist; man stelle dann die Casserolle in die Wärme, lasse die Nudeln gut gehen und backe sie, schwinge sie, richte sie in eine Schüssel an, streue Zucker darüber und gebe sie zu Tisch.“

Garnierung: Eine der zahlreichen zart süßen Mehlspeisen aus Zeiten, in denen weder Lactose noch Gluten zu Angstschweiß führten. Dieses Rezept stammt aus „Elisabeth Stöckel's österreichischem Universal-Kochbuch für die bürgerliche Küche“, das 1906 bei der „Intern. Kochkunst-Ausstellung“ in Wien die „Goldene Medaille“ einheimste.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.04.2020)