The Roots aus Philadelphia sind nicht nur eine der besten Livebands im Hip-Hop-Universum, sie sind auch die flexibelste.
The Roots aus Philadelphia sind nicht nur eine der besten Livebands im Hip-Hop-Universum, sie sind auch die flexibelste. Das beweisen sie als Hausband der NBC-Show „Late Night with Jimmy Fallon“, in der sie mit so unterschiedlichen Künstlern wie den Beastie Boys, Hot Chip oder Paul Simon auftreten. Diese Erfahrung führt auf „How I got over“ zu besonders ungewöhnlichen Kollaborationen.
„Right On“ etwa entspinnt seinen zwingenden Groove um ein geisterhaftes Vocal-Sample der Harfinistin Joanna Newsom, mit „Dear God 2.0“ covern sie bravourös einen Song von Monsters Of Folk – gemeinsam mit deren Sänger Jim James –, im Opener croonen drei Damen der Indie-Formation Dirty Projectors. Statt der Allmachtfantasien des heutigen Hip-Hop dominiert auf „How I got over“ eine zentrale Botschaft, verpackt in herrlich organischen, beseelten Stücken: Die Zeiten sind schlecht, aber Aufgeben ist keine Option. So rufen sie zu Mut auf, etwa im mitreißenden „The Fire“ mit John Legend: „Lass das Feuer in dir brennen!“
The Roots - "How I got over" (Def Jam / Universal)