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Geschichte

Mit Adolf Hitler gegen den Kapitalismus

Es regiert der "Götze Mammon": Hitler als Verkaufsobjekt auf einem Flohmarkt.imago images/Michael Eichhammer
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Brisante Thesen: In seiner neuen Hitler-Biografie zeigt der Historiker Brendan Simms den Diktator primär als glühenden Feind der Finanzmärkte und der Globalisierung.

Wer beim Militär für die Propaganda arbeitet, muss sich in Rhetorik schulen. Im August 1919 lobt ein Bericht der Reichswehr einen Lehrgangsteilnehmer für seinen „sehr schönen, klaren und temperamentvollen Vortrag über den Kapitalismus, der dabei die Judenfrage streifte“. Kurz darauf schreibt dieser Redner einen Brief, seinen ersten längeren politischen Text. Er schwadroniert darin vom „Tanz ums goldene Kalb“, von der Macht und „Majestät“ des Geldes, in einem Atemzug mit der „jüdischen Gefahr“. Wenig später gründet er eine Partei, „deren Ziel ewig nur antikapitalistisch“ sein könne. Kurz vor seinem Selbstmord im April 1945 lastet er in einem „Politischen Testament“ sein Scheitern den „wahren Übeltätern“ an: den „internationalen Finanzverschwörern“, die Europas Völker wie „Aktienpakete“ behandeln.