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Kurzarbeit in Italiens Opernhäusern

Dominique Meyer verhandelt per Videokonferenz
Dominique Meyer verhandelt per Videokonferenz(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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Dominique Meyer und Alexander Pereira verhandeln mit den Gewerkschaften.

Die Corono-Krise stellt auch die Belegschaften der großen Opernhäuser und Kulturfestivals in Italien vor nie gekannte Probleme. Derzeit verhandelt der neue künstlerische Leiter der Mailänder Scala, des wichtigsten italienischen Musentempels, per Videokonferenz mit der Gewerkschaft über Kurzarbeits-Modelle.

Geld aus dem Krisenfonds

Die Scala soll, wie die Tageszeitung „La Stampa“ berichtet, Zugang zu einem vom italienischen Staat eingerichteten Stützungsfonds (FIS) haben, der Unternehmen vorbehalten ist, die wegen der Coronavirus-Krise nicht mehr tätig sein können. Auch Meyers Vorgänger in Mailand, Alexander Pereira, mitlerweile nach Florenz übersiedelt, verhandelt für die Mitarbeiter des „Maggio musicale“.

Dass die italienischen Häuser, wie zuletzt angekündigt, im Mai wieder aufsperren können, scheint angesichts der nach wie vor hohen Zahl von Covid-19-Todesfällen im Lande äußerst unwahrscheinlich.

Für Alexander Pereira wären die Aufführungen im Mai seine erste Spielzeit als Intendant des „Maggio musicale“. „Ich bin ständig In Kontakt mit Bürgermeister Dario Nardella ebenso wie mit dem italienischen Kulturminister. Wir beobachten die Situation sehr genau.“ Doch füchtete Pereira, es sei nicht einmal daran zu denken, dass sein Festivals die Produktionen durchführen könnte, die für die Sommermonate Juni und Juli geplant sind.