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Kulturpolitik

„Im Theater muss man einander bespucken können“

Wird sich diese Tribüne im Sommer noch füllen – und wenn ja, wie viele Plätze müssen dann frei bleiben? Kann rechtzeitig geprobt werden? Bei den Bregenzer Festspielen bleibt man optimistisch.Fabry
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Masken auf der Bühne, 20 Quadratmeter pro Besucher? Mit den Restriktionen, die die Regierung bisher angekündigt hat, können die Kulturveranstalter nichts anfangen. Unter welchen Bedingungen ist ein Kultursommer überhaupt möglich?

Die 20-Quadratmeter-Regel wird wohl nicht halten. „Da brauchten wir gar nicht aufzusperren“, lautet der Konsens der Kulturveranstalter: Ein Besucher pro 20 Quadratmeter Fläche, das würde bedeuten, dass ins Gartenbaukino höchstens 30 Leute dürften (statt 736), in den Hauptsaal des Votivkinos nur zehn. Ins Theater in der Josefstadt dürften 20 bis 30 Besucher, ins Kasino am Schwarzenbergplatz – wenn man das Personal abzieht – nur sieben: Unter dieser Bedingung wäre kein Kulturbetrieb rentabel, Maskenpflicht hin, Desinfektion her. Die Absurdität der Vorgabe, die Vizekanzler Kogler und Kulturstaatssekretärin Lunacek letzte Woche in einer Pressekonferenz angekündigt haben, dürfte ihnen mittlerweile auch selbst bewusst geworden sein: „Über die Quadratmeter wird zu reden sein“, lenkte Kogler am Dienstag ein.