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Leitartikel

Dieser Sommer wird Österreichs Tourismus nachhaltig verändern

(c) APA/BARBARA GINDL
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Jahrelang wetterten Kritiker gegen den Massentourismus in den Alpen und Städten. Nun ist es aus mit ihm. Und die Konsequenzen werden furchtbar sein.

Wer erinnert sich noch an den vorigen Sommer? In Barcelona protestierten Einheimische gegen die riesige Flut an Touristen, in Venedig wurden Eintrittspreise diskutiert, um die lästigen Rucksacktouristen loszuwerden, und auf Mallorca fanden sogar Demonstrationen gegen den Massentourismus statt. Auch in Österreich mehrten sich die kritischen Stimmen über die Autobus-Armada in Salzburg, über den „Ausverkauf der Alpen“. Die Stadt Wien ordnete voriges Jahr sogar eine Einschränkung der als Mozart verkleideten – teilweise etwas zu aufdringlichen – Konzertkartenverkäufer an. All das wird uns heuer erspart bleiben. Der Massentourismus wurde vom Coronavirus in die Knie gezwungen. Und er wird auch nicht so schnell aufstehen, meinen Tourismusexperten. Es wird Jahre dauern, bis die heimische Wirtschaft wieder eines ihrer kräftigsten, erfolgreichsten und einträglichsten Zugpferde vor den Karren spannen kann.