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Konfrontationskurs

Die Rolle der Lehrergewerkschaft in der Krise

Archivbild: Lehrergewerkschafter Paul Kimberger (links) und Bildungsminister Heinz Faßmann
Archivbild: Lehrergewerkschafter Paul Kimberger (links) und Bildungsminister Heinz FaßmannHANS KLAUS TECHT
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Die Wiedereröffnung der Schulen hätte sich Paul Kimberger anders vorgestellt. Der oberste Lehrervertreter ist auf Konfrontationskurs mit dem Bildungsminister gegangen.

Die Lehrergewerkschaft hat in der österreichischen Bildungspolitik normalerweise ein gehöriges Wörtchen mitzureden. In der Corona-Krise ist das nicht (immer) so gewesen. Rund um die Schließung und Wiedereröffnung der Schulen hat die ansonsten so mächtige Lehrergewerkschaft manches lediglich aus den Medien erfahren. Dazu hat die Zwickel- bzw. Fenstertagsankündigung des Bildungsministers gezählt. An diesen Tagen solle unterrichtet werden, sagte Heinz Faßmann am Samstag. Die Reaktion der Lehrergewerkschaft ist entsprechend ruppig gewesen.

„Das ist schlicht und einfach eine Frechheit. Die Lehrer hätten sich etwas anderes verdient“, sagte Paul Kimberger, der Vorsitzende der
ARGE Lehrer in der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) darauf in der „Tiroler Tageszeitung“. Der schwarze Lehrervertreter warf dem türkisen Minister einen „klassischen Gesetzesbruch“ vor. Diese Äußerungen haben ihm Häme und der Gewerkschaft ihr Blockiererimage zurückgebracht.