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Radsport

Mountainbiken im Wienerwald ab 1. Mai wieder erlaubt

Blick von der Josef-Schöffel-Hütte in Kaltenleutgeben Richtung Schneeberg
Benedikt Kommenda
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Die freigegebenen Strecken in und um Wien dürfen unter Einhaltung spezieller Covid-19-Regeln benützt werden.

Die schrittweise Normalisierung des Alltags erfasst jetzt auch das Mountainbiken in und um Wien. Ab 1. Mai dürfen alle offiziellen Mountainbikestrecken im Wienerwald wieder benützt werden. Dabei sollten aber einige Verhaltensregeln eingehalten werden, mit denen die Verbreitung von Covid-19 verhindert werden soll.

Der Wienerwald Tourismus hatte als Wegehalter und verantwortliche Organisation alle Mountainbikestrecken im Wienerwald – Gesamtlänge 1250 Kilometer – vorübergehend gesperrt. Nicht erfasst waren naturgemäß jene Streckenteile, die auf normalen Straßen mit Autoverkehr verlaufen. Dank der vom Radsportverband und dem Sportministerium ausgearbeiteten Verhaltensregeln hat der Wienerwald Tourismus jetzt entschieden, die Sperren aufzuheben.

Das sind die Covid-19-Verhaltensregeln:

  • Mindestabstand von 20 Metern hintereinander einhalten
  • Seitenabstand von mindestens ein bis zwei Metern beim Überholen, Begegnen, Pausen etc.
  • Mund- und Nasenschutzmaske mitführen (bei Kontakt oder Hilfeleistung)
  • Desinfektionstücher mitführen (Erste-Hilfe-Maßnahmen)
  • Vor und nach der Ausfahrt Lenkgriffe und Hebel reinigen oder desinfizieren

Weiters wird empfohlen - was allerdings ohnehin selbstverständlich sein sollte -, Gelände, Dauer und Intensität der Route so zu wählen, dass es dem Fahrtechnik Niveau entspricht und das Sturz- und Verletzungsrisiko minimal gehalten wird.

Wienerwald Tourismus dankt für Verständnis

Wienerwald-Tourismus-Geschäftsführer Christoph Vielhaber freut sich über die Öffnung und appelliert an ein hohes Maß an Eigenverantwortung: „Ich bedanke mich bei allen treuen Wienerwald-Gästen und Einheimischen für das Verständnis zur vorübergehenden Schließung der Strecken und freue mich nun sehr, dass diese ab 1. Mai wieder wie gewohnt befahren werden können.“

Wegen Forstarbeiten, Umgestaltungen von Streckenverläufen oder extremer Frequenzen kann es gegebenenfalls weiterhin zu Teilsperren kommen, warnt der Wienerwald Tourismus. Das gelte auch dann, wenn es zu „Verdichtungen von Nutzungskonflikten“ kommt, wie der regelmäßige Streit zwischen Fußgängern und Radlern auf Waldwegen dezent umschrieben wird. Nähere Informationen zu allen Strecken und möglichen Sperren oder Änderungen sind so aktuell wie möglich auf der Website des Wienerwald Tourismus zu finden.

Radfahren nur auf ausgewiesenen Strecken

Radfahren ist im Wald prinzipiell gesetzlich verboten und nur auf explizit ausgewiesenen Strecken erlaubt. Um solche einzurichten, schließt der Wienerwald Tourismus Verträge mit den Grundeigentümern und bemüht sich um eine angemessene Beschilderung. Die rund 40 Gemeinden im Wienerwald, die Stadt Wien, das Land Niederösterreich und der Wienerwald Tourismus wenden dafür nach eigenen Angaben rund 200.000 Euro jährlich auf.