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Umfrage unter Schülern: Lernen in der Schule nichts fürs Leben

Umfrage Schueler lernen Schule
(c) BilderBox (BilderBox.com / Erwin Wodicka)
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Nur für zehn Prozent der österreichischen Schüler hat Schule einen hohen Stellenwert. Zwei Drittel der befragten Jugendlichen würden ihre Bildung lieber selbst organisieren, etwa per Internet.

Für die Schule, nicht für das Leben lernen wir. Das ist der Tenor unter österreichischen Schülern. Nur knapp jeder Fünfte hat den Eindruck, dass ihm das in der Schule vermittelte Wissen im Alltag hilft. Das besagt eine Studie, für die das Klagenfurter Humaninstitut 850 österreichische Schüler zwischen 14 und 18 Jahren befragt hat.

Demnach klafft eine tiefe Kluft zwischen der Lebensrealität der Jugendlichen und dem, was sie in der Schule lernen. Nur 17 Prozent der befragten Schüler meinen, dass sie das im Alltag notwendige Wissen aus der Schule mitnehmen. Die große Mehrheit, nämlich 82 bzw- 74 Prozent, beziehen die ihrer Meinung nach nützlichen Informationen von Freunden oder aus dem Internet.

Schüler stört straffes Zeitkorsett

Das Internet spielt auch eine große Rolle, wenn es um Alternativen zum Schulbesuch geht. Fast zwei Drittel der befragten Schüler würden ihre Bildung lieber selbst organisieren, etwa per Internet, statt den Lernstoff vom Lehrer vorgetragen zu bekommen. Rund 80 Prozent der Jugendlichen wünschen sich E-Learning und das Lernen in Arbeitsgruppen. Neun von zehn Schülern haben ein Problem mit dem straffen Zeitkorsett der Schule: Sie würden sich mehr Selbstbestimmung beim Zeitmanagement wünschen.

Was den Stellenwert der Schule bei den Jugendlichen betrifft, sieht es düster aus: Für nur zehn Prozent der Schüler ist sie sehr wichtig. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen nervt die Schule dagegen "gewaltig", für 15 Prozent der befragten Schüler hat die Schule sogar überhaupt keinen Stellenwert. Auch guten Noten sind für fast 60 Prozent der Jugendlichen wenig oder nicht wichtig. Großen Wert auf einen guten Schulerfolg legt dagegen nur ein Viertel der Befragten.

(beba)