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1. Mai

Wenn Victor Adler mitmarschiert

Die SPÖ feierte den 1. Mai heuer virtuell.
APA/BARBARA GINDL
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Die Sozialdemokraten hielten eine virtuelle 1.-Mai-Feier ab. Die Partei rühmte dabei ihre historischen Leistungen, Pamela Rendi-Wagner hält „das neoliberale Konzept“ für „gescheitert“.

Wien. Mit roter Schutzmaske schaut Bürgermeister Michael Ludwig aus dem Rathausfenster auf den weitgehend leeren Platz. Es ist bedingt durch das Conoravirus vieles anders an diesem 1. Mai. Ludwig kommt auch nur auf virtuellem Weg zu seinen Genossen. Über das Internet und drei TV-Sender (Oe24, Puls 24 und W24) kann die SPÖ aber eine Dokumentation über sich unter die Leute bringen. Doch womit wollen die Sozialdemokraten in diesen Tagen bei den Wählern punkten?

Früher hätte man zu so einer Dokumentation Belangsendung gesagt. Historische Erfolge der Partei werden hervorgehoben, Victor Adlers für die damalige Zeit revolutionäres Konzept (acht Stunden arbeiten, acht Stunden Freizeit, acht Stunden schlafen) gewürdigt. Doch seit dem ersten Maiaufmarsch sind 130 Jahre vergangen. Inzwischen hätten ÖVP und FPÖ wieder den 12-Stunden-Arbeitstag ermöglicht, wird Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl an späterer Stelle rügen.