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Veränderungen am Transportmarkt durch Covid-19

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Im Covid-19-Umfeld steht die globale Logistik vor zahlreichen Herausforderungen. Eine Bestandsaufnahme, wie der Transportmarkt in Anbetracht der aktuellen Hindernisse funktioniert.

Der Tag der Arbeit war im Covid-19-Umfeld ein besonderer. Für viele einer, an dem man „Arbeit“ wertgeschätzt hat, im Bewusstsein der gegenseitigen Abhängigkeit, der Globalisierung, der Zukunftssorgen und der rasanten Veränderung. Notgedrungen kam es zu Entwicklungssprüngen im Online-Handel, im Zahlungsverkehr und in der Kommunikation. Der Konsumentenbedarf ändert sich, hoffentlich erkennen Konsumenten und Staaten den dringenden Bedarf unserer Umwelt. Im betrieblichen Umfeld waren Home-Office, Videokonferenzen, Webinare, E-Learning und geteilte Arbeitsprozesse in diesem Umfang sicherlich Neuland.

Luftfracht so teuer wie nie
Die globale Logistik steht vor speziellen Herausforderungen. Die Lieferkette vieler Unternehmen und ihrer Lieferanten ist unterbrochen. In der Luftfracht stehen 70 Prozent der Kapazitäten, die als sogenannte Bellyfracht ausgefallen sind, einem Riesenbedarf von Covid-19-bedingten Sendungen gegenüber. Passagierflugzeuge, die nur mit Bellyfracht und etwas Kabinenladung fliegen, dämpfen den Effekt kaum. Die Luftfracht ist so teuer wie noch nie. 

Längere Route um Afrika
Reedereien fahren Riesenverluste ein. Sie haben bisher schon mehr als doppelt so viele Kapazitäten aus dem Markt genommen wie zur Finanzkrise 2008/2009. Hinzu kommen Slow-Steaming sowie eine sieben bis zehn Tage längere Route um Afrika statt durch den teuren Suezkanal. Der Marktführer fährt sogar von China nach Koper – um Afrika herum.
Eine garantierte Route – via Suezkanal – zu den Adriahäfen spart dann gegenüber den Nordhäfen gut zwei Wochen. Plätze auf der „Iron Silk Road“ werden knapp, Vorausbuchungen sind notwendig. Flughäfen, Häfen, Länder riegeln sich ab, andere sperren wieder auf. Das Virus ist schneller als Schiffe. Lagergelder und Umfuhren von Ersatzhäfen können extrem teuer werden. Auch, wenn allen Staaten klar ist, dass sie den Frachtverkehr aufrechterhalten müssen, die Durchführbarkeit von Transport und Zahlung sollte im Voraus geprüft werden. Langfristige Transportplanung und  zugleich Flexibilität zwischen verschiedenen Transportmodalitäten ist empfohlen. Der Logistiker berät zwar unverbindlich, aber umfassend und kompetent.

Transportmarkt funktioniert verblüffend gut
In Anbetracht all dieser Hindernisse: der Transportmarkt funktioniert verblüffend gut. Ein riesengroßes Dankeschön an die Mitarbeiter in unseren Betrieben und an unsere Geschäftspartner, die alle diese Herausforderungen so positiv meistern. Großartig ist die Bewältigung von Veränderung in unseren Unternehmen während dieser Krise! Sie bereiten nicht nur ihre eigene Zukunft vor, sondern sichern unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand. Wie trefflich ist in diesen
Zeiten die chinesische Schrift! Sie setzt das Wort „Krise“ aus den beiden Schriftzeichen für „Gefahr“ und „Chance“ zusammen!


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