Die Ergebnisse der europäischen Bankentests werden später als erwartet veröffentlicht. Nicht jeder muss seine Noten bekanntgeben. Sollte jemand "durchfallen", könnte der EU-Schutzschirm greifen.
Sollten europäische Banken bei den Stresstests durchfallen, könnte der im Mai ins Leben gerufene Notfall-Fonds einspringen. Das sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag in Brüssel. Bei den Belastungstests soll die Krisenfestigkeit von 91 europäischen Banken überprüft werden. Rehn sagte, er rechne aber nicht damit, dass europäische Hilfe nötig sei.
Der europäische Rettungsschirm mit einem Gesamtumfang von 750 Milliarden Euro wurde geschaffen, um Staaten mit akuten Finanzschwierigkeiten rasch zu helfen.
Warten auf August
Die Veröffentlichung der europaweiten Banken-Stresstests verzögert sich angeblich. Bis Dienstag hieß es, die Ergebnisse würden am 23. Juli bekanntgegeben. Der belgische Finanzminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Didier Reynders machte allerdings heute klar, dass zwischen Bekanntgabe eines Überblicksresultates aus den Staaten und der Zeugnisse der einzelnen Banken zwei Wochen vergehen würden. Er sagte, dies habe technische Gründe. Damit wird sich ein endgültiges Ergebnis bis in den August verschieben.
Nicht jeder muss raus
Für Banken, die einer Institutsgruppe außerhalb des nationalen Aufsichtsgebiets angehören, soll es Ausnahmen bei der Publikationspflicht geben. Das würde in Österreich die Bank Austria treffen. Die Tochter der italienischen UniCredit-Gruppe wurde zwar von der Nationalbank "gestresst", muss aber laut der europäischen Regierungsplattform CEBS die Ergebnisse nicht in Österreich publizieren. Sie würde im UniCredit-Konzern in Italien berücksichtigt. Aus Österreich sind noch Erste Group und Raiffeisen unter den gestressten Großbanken.
(APA)