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Unterricht in der Pandemie: Die Rückkehr der „Hauptfächer“

Nicht erst seit der Coronakrise liegt der Fokus oftmals auf den Schularbeitsfächern wie Deutsch, Mathematik oder Fremdsprachen.
Nicht erst seit der Coronakrise liegt der Fokus oftmals auf den Schularbeitsfächern wie Deutsch, Mathematik oder Fremdsprachen.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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In der Krise fokussiert sich die Aufmerksamkeit von Eltern und Schülern meist auf die Schularbeitsfächer. Für Experten ist die Hierarchie der Gegenstände jedoch problematisch.

Die am Montag von den Abschlussklassen begonnene erste Etappe der allmählichen Rückkehr in die Schulen wird vorerst wenig an den tiefen Kerben ändern, die die Corona-Pandemie der vergangenen Wochen in den heimischen Schulalltag geschlagen hat.
Diese Zeit hinterlässt nun nicht nur vermehrten Bedarf an Selbstorganisation, Eigenverantwortung und digitalen Kompetenzen. Im Krisenmodus zeigt sich zudem eine Rangordnung, die man in der Vergangenheit eigentlich mehrfach versucht hatte abzuschwächen. Sie drückt sich aus in einem von Eltern, Schülern und Lehrern gelebten inhaltlichen Fokus auf die Schularbeitsfächer.

Im Jahr 2018 zeigte eine Studie des Nachhilfeinstituts Lernquadrat und der Wiener Elternvereine, dass die Fächer Englisch (68,4 Prozent), Deutsch (65 Prozent) und Mathematik (51,6 Prozent) für Eltern weit vor allen anderen Fächern als „wichtig für die Zukunft der eigenen Kinder“ gelten. Diese Auffassung verstärkt die Coronakrise nun, wie Schulleiter quer durch Österreich berichten. „Natürlich sind die Schularbeitsfächer die, die wieder einmal zum Handkuss kommen“, berichtet ein AHS-Direktor aus Oberösterreich der „Presse“, der allerdings nicht genannt werden will. Jene Fächer, in denen keine Schularbeiten stattfänden, „sollen keine Probleme machen“.

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