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Mit richtigem Mindset zum Erfolg

Jobverlust? Mache es wie Jogi Löw

Inspiration für Millennials #39. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welches Fenster öffnet sich für Dich?

In der letzten Kolumne habe ich Dir die Kunst des Weglassens nähergebracht, um Ballast abzuwerfen und so Leichtigkeit in Dein Leben zu bekommen. Sich vom Überflüssigen zu trennen, ermöglicht die Konzentration auf das Wesentliche – in diesem Fall fließt das Leben. Heute berichte ich Dir von Momenten, in denen das Leben zum Stocken kommt.

Rauswurf

Das Leben kann manchmal bitter werden und Dich in Situationen treffen, wo Du glaubst, alles richtig gemacht zu haben und trotzdem von einem Augenblick zum anderen vor die Tür gesetzt wirst. Diese Erfahrung musste auch Jogi Löw machen, der 2004 mit Austria Wien als Tabellenführer vom damaligen Clubmäzen Frank Stronach gekündigt wurde.

Eine Kündigung ist schlimm

Die eigene Gestaltungsmacht kommt zum Erliegen, wenn dermaßen hart und ohne nachvollziehbaren Grund in Dein Leben eingegriffen wird. In diesem Zusammenhang bekomme ich regelmäßig das Argument zu hören: „Wenn ich so viel verdienen würde wie Jogi Löw, dann könnte ich auch eine Kündigung ertragen.“ Mitnichten! Eine Kündigung ist immer schlimm, egal wie hoch Dein Einkommen ist.

Das Leben stockt

Die Erfahrung, gekündigt zu werden, ohne selbst etwas falsch gemacht zu haben, betrifft vor dem Hintergrund der Corona-Krise Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Auch in Österreich haben wir nun eine so hohe Arbeitslosenquote wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. In diesem Moment der Fremdbestimmung ist Niedergeschlagenheit die Folge, und das Leben gerät ins Stocken.

Geht das Fenster auf?
Geht das Fenster auf?Pixabay

Vom Glücksfall der Trennung

Jahre später kann sich eine derart schmerzhafte Erfahrung auch als Segen entpuppen. Das belegt die Biografie von Jogi Löw, der heute von einem Glücksfall spricht, der ihm damals in Wien passiert ist. Er denkt daher nun folgendermaßen über seine Erfahrung: „Sonst wäre ich heute nicht deutscher Bundestrainer, sondern vielleicht Trainer in Leoben.“

Das Ende als Neuanfang

Löw hat damit aus einer Situation des Scheiterns ein Erfolgserlebnis gemacht, in der er 2014 die deutsche Mannschaft zur Fußballweltmeisterschaft geführt hat. Der Volksmund sagt zu der mentalen Kraft, aus Niederlagen Erfolgsmomente zu kreieren: „Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich ein Fenster.“ Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welches Fenster öffnet sich für Dich?“

 

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Privat

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller