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Corona-Drive-in für Mitarbeiter der Stadt Wien

Wer in der kritischen Infrastruktur der Stadt arbeitet, wird nun deutlich schneller getestet.
Wer in der kritischen Infrastruktur der Stadt arbeitet, wird nun deutlich schneller getestet.APA/AFP/JOE KLAMAR
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Wer in der kritischen Infrastruktur der Stadt arbeitet, wird nun deutlich schneller getestet.

Wien. In Wien sollen Mitarbeiter der „systemkritischen Infrastruktur“ (Spitäler, Pflegeeinrichtungen, Schulen) schneller auf das Coronavirus getestet werden. Dafür hat die Stadt eigene Services eingerichtet.

Vor allem in systemrelevanten Einrichtungen werde man in den nächsten Monaten genau hinschauen müssen, um rasch „kleine Ausbrüche“ ausfindig zu machen, um eine erneute Ausbreitung der Pandemie verhindern zu können, erklärte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Freitag. Die Stadt definiert dafür bestimmte Institutionen und Einrichtungen als Teil der kritischen Infrastruktur. Dazu können neben Krankenhäusern, Schulen und Blaulichtorganisationen auch große Unternehmen zählen. Sie werden direkt kontaktiert und aufgefordert, Ansprechpersonen zu nominieren, die im Fall des Falles die Gesundheitsbehörde kontaktieren. Diese entscheidet dann, wie vorgegangen wird, und vergibt die Termine für einen Coronatest – falls die betroffene Einrichtung nicht selbst über medizinisches Personal verfügt, das Mitarbeiter sofort am Arbeitsplatz testen kann.

Als zweite Option kommt ein mobiles Team in den Betrieb oder zu einzelnen Mitarbeitern nach Hause. Völlig neu ist eine Drive-in-Variante. Beschäftigte einer betroffenen Organisation können mit dem Auto auf ein spezielles Gelände fahren, wo der Abstrich vorgenommen wird, ohne dass man das Fahrzeug verlassen muss.

 

Hacker gegen Nehammer

Gleichzeitig flammte der Konflikt zwischen Wien und dem Bund wieder auf. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sagte am Freitag, die Zahlen in Wien würden ihm Sorgen bereiten. SPÖ-Gesundheitsstadtrat Hacker reagierte verärgert. Wien sei bei Infektionen im Landeshauptstädte-Vergleich an drittletzter Stelle, so Hacker, der postwendend Nehammer für dessen Interpretation der Wiener Zahlen kritisierte. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.05.2020)