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Anschlag auf Wohnheim: Verfassungsschutz ermittelt

Symbolbild: Rechtsextreme dürften die Anschläge verübt haben.
(c) AP (Matthias Rietschel)
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Drohungen, rassistische Schmierereien und einen Brandanschlag hat es in einem Heim in Floridsdorf gegeben, in dem auch ausländische Studenten leben. Der Verfassungsschutz geht von rechtsextremen Tätern aus.

Nach den Brandanschlägen auf ein Wohnheim in Wien-Floridsdorf ermittelt das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, das Apartmenthaus steht unter verstärkter Bewachung.

"Es gibt ein Bündel an Maßnahmen, um die Leute zu schützen", sagte LVT-Leiter Erich Zwettler. Zwettler geht von rechtsextremen Tätern aus. Die Dauer der Ermittlungen ist nicht absehbar.

Altpapiercontainer angezündet

Die Wiener Stadtzeitung "Falter" berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe von mehreren Brandanschlägen auf das Haus sowie von Drohungen gegen die Bewohner. Sie gaben demnach an, Skinheads beim Beschmieren der Wände beobachtet ("Hier leben bald tote Tschuschen") und schriftliche Drohungen erhalten zu haben.

In der Nacht auf 7. und auf 12. Juli wurden schließlich die Altpapiercontainer im Hausflur in Brand gesteckt. Die Feuerwehr sprach angesichts der Rauchentwicklung von Lebensgefahr auf den Gängen des Gebäudes.

Täter "mit Sicherheit" Rechtsextreme

Das Haus bietet 293 Wohneinheiten für Lehrlinge und Studenten aus den Bundesländern und dem Ausland, die in Wien eine vorübergehende Wohnmöglichkeit suchen. Laut Zwettler wurden nun Schutzmaßnahmen für die Bewohner ergriffen - Details will er allerdings nicht nennen, um die Wirksamkeit der Maßnahmen nicht zu gefährden.

Klar ist aus seiner Sicht allerdings, dass es sich um rechtsextreme Täter handelt: "Davon ist mit Sicherheit auszugehen."

(APA)