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Scharfe Kritik

Lunacek droht die Kulturpolitik zu entgleiten

CORONAVIRUS: PK 'AKTUELLES IM BEREICH KUNST UND KULTUR SOWIE VERANSTALTUNGEN IM ALLGEMEINEN' - KOGLER / LUNACEK
Die Kulturagenden überließ Werner Kogler eigentlich der ihm untergeordneten Staatssekretärin Lunacek. Jetzt wollen einige lieber ihn in die Pflicht nehmen.APA/HELMUT FOHRINGER
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Die Vorwürfe gegen die Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek reißen nicht ab. Sie verteidigt sich wacker und will „weiter kämpfen“. Doch allmählich scheint ihr die Autorität für Kulturfragen in der Coronakrise abgesprochen zu werden, und manche fragen: Wo bleibt der Kulturminister?

Seit Wochen ist Ulrike Lunacek im Verteidigungsmodus. Aus allen Bereichen der Kulturbranche hagelt es Kritik an ihrem kulturpolitischen Vorgehen in der Krise – beziehungsweise am empfundenen Nicht-Vorgehen: Kulturschaffende von Filmproduzenten bis zu Orchestern fühlen sich im Stich gelassen. Sie fordern u. a. Kompensation für entgangene Einnahmen und praktikable Regeln, um für den Sommer planen und proben zu können. Seit einer misslungenen Pressekonferenz Mitte April beteuert die Staatssekretärin ihre Absichten: Sie höre die Kritik, sie bemühe sich. Gespräche laufen, Details würden geklärt.