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Forschungsförderung

„Grundlagenforschung ist Vorsorge für künftige Krisen“

FWF-Präsident Tockner sieht keine Alternative zu Investitionen in die Grundlagenforschung.
FWF-Präsident Tockner sieht keine Alternative zu Investitionen in die Grundlagenforschung.FWF / Luiza Puiu
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Der Wissenschaftsfonds FWF hat seine Leistungszahlen für 2019 präsentiert.

Gerade in der aktuellen Pandemie zeige sich die Bedeutung einer unabhängigen, qualitätsorientierten Grundlagenforschung, so der Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, Klement Tockner, bei der (Online-)Präsentation der aktuellen Förderzahlen. Und auch um aus der Krise wieder herauszukommen, müsse jede verantwortungsvolle Politik in den Wissenschaftsbereich investieren. „Trotz der horrenden Staatsausgaben gibt es keine Alternative zu Investitionen in die Grundlagenforschung, um mittel- und langfristig auch die Wirtschaft wieder zu stärken und international wettbewerbsfähig zu bleiben.“
Bisher habe die Richtung gestimmt: 2019 konnte der FWF 237 Millionen Euro an 707 neue Forschungsprojekte vergeben, 23 mehr als im Vorjahr. Derzeit laufen rund 2400 Projekte, zwei Drittel der rund 4200 darin unterstützten Forschenden sind jünger als 35 Jahre – für den FWF-Präsidenten demonstriert das auch das Zukunftspotenzial der österreichischen Forschungslandschaft.

Doch auch im vergangenen Jahr mussten exzellente Anträge im Umfang von 60 Millionen Euro abgelehnt werden, weil das Budget dafür nicht reichte. Das sei sehr schmerzhaft, so Tockner, denn „diese Wissenschaftler verlieren wir“. Es brauche aber nicht nur Geld, sondern vor allem eine stärkere Kultur des qualitätsorientierten Wettbewerbs, um die besten Leute anzuziehen, zu fördern und zu halten.
Provisorische Lösungen und die Verteilung von Geldern nach dem Gießkannenprinzip seien dagegen kontraproduktiv. Gerade in der aktuellen Situation, in der die Ressourcenknappheit zu einem großen Verteilungskampf führen wird, könne man sich das nicht leisten, so Tockner. (däu)