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Künstlerhaus: Wenig Konkretes zu Umbau-Plänen

KuenstlerhausZukunft Viele Visionen wenig
(c) APA/ZOOMVP K�NSTLERHAUS WIEN (ZOOMVP K�NSTLERHAUS WIEN)

Links und rechts ein Zubau, am Dach ein Restaurant: So soll das Künstlerhaus am Karlsplatz umgebaut werden. Noch fehlt das Geld und ein Partner, das Projekt nur ein "mögliches". Mit Video.

Seit mehr als zehn Jahren wird ein möglicher Umbau des Künstlerhauses am Wiener Karsplatz geplant. Doch es gibt weiterhin keinen fixen Plan: Beppo Mauhart, Präsident der eigens eingerichteten "Wirtschaftsinitiative Neues Künstlerhaus" (WINK), präsentierte am Donnerstag darum auch ein "mögliches Projekt der Zukunft". Vorgesehen ist ein umfangreicher Zubau, dessen Finanzierung allerdings völlig offen ist. Als "idealer Partner" für das Künstlerhaus wurde einmal mehr die Kunsthalle Wien genannt. Kunsthallen-Direktor Matt winkte allerdings erneut ab.

Das Projekt einer Sanierung und eines Zubaus geht bis zum Jahr 1998 zurück: Damals wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, Vorsitzender war Architekt Gustav Peichl. Während zahlreiche Gebäude am Karlsplatz - vom Musikverein bis zur Secession - mittlerweile renoviert wurden, wurden die Arbeiten am Künstlerhaus nach Umsetzung der ersten Bauphase eingestellt. Knapp eine Million Euro seien damals investiert worden, so Mauhart.

Umbauplan als "Angebot"

Die Sieger des Wettbewerbs, die Architektengruppe Jabornegg und Palffy, haben nun gemeinsam mit dem österreichischen Architekten Adolf Krischanitz, der derzeit auch für den Umbau des 20er Hauses verantwortlich zeichnet, ein Modell erarbeitet. Mauhart will es "als Angebot an Entscheidungsträger und Interessenten verstanden" wissen.

Bisher seien weder Finanzierung noch Kooperationen geklärt; auch die Zustimmung des Denkmalamts liege noch nicht vor, meinte Krischanitz. "Wir haben mit diesem Projekt lediglich ein Maximalpotenzial geschaffen, und damit kann man jetzt umgehen", so der Architekt. Geplant sind "drei neue Identitäten" - der historische Eingang stehe weiter im Mittelpunkt, links und rechts davon sollen zwei Glaskomplexe entstehen. Ein neuer Nutzungsbereich unter dem Dach soll Platz für ein Restaurant samt Panorama über den Karlsplatz schaffen.

Zusätzliche 5500 Quadratmeter

Derzeit verfügt das Künstlerhaus über eine Fläche von rund 7500 Quadratmeter inklusive Kino, Restaurant und Ausstellungssäle, durch den Zubau sollen zusätzlich 5500 Quadratmeter gewonnen werden.

Von den dann 13.000 Quadratmetern sollen 7000 bis 8000 für andere Kultureinrichtungen zur Verfügung stehen, "knapp 2000 Quadratmeter sollen weiterhin für Ausstellungen des Künstlerhauses reserviert sein", erklärte Mauhart.

Virtueller Rundgang

Den Plan, dem Haus der Geschichte einen Platz zu bieten, wies Künstlerhaus-Präsident Joachim Lothar Gartner entschieden zurück. "Das ist definitiv nicht geplant", so Gartner. "Unser Haus will nicht für Geschichtliches, Rückwärtsgewandtes stehen, unser Fokus liegt auf Progressivität." Ein idealer Partner ist für Gartner daher die Kunsthalle Wien, auch das Filmmuseum und eventuell das Wien Museum könnten die Räume nutzen.

 

(APA/Red.)