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Kulturpolitik

Wer folgt auf Lunacek? Grünen-Chef hat eine Favoritin

Werner Kogler, Grüne
Werner Kogler, GrüneAPA/HANS PUNZ
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Mit der Kabinettsdirektorin des Bundespräsidenten habe er „tatsächlich immer wieder Kontakt“, sagt Werner Kogler. Die prekäre Situation vieler Künstler sei ihm bewusst.

Ulrike Lunaceks Nachfolgerin als Kunst- und Kulturstaatssekretärin soll am kommenden Dienstag oder Mittwoch feststehen. Grünen-Chef Werner Kogler sagte Freitagabend in einer Sonderausgabe der ZiB des ORF, auch schon eine Favoritin zu haben. Namen nannte er jedoch keine. Auf die ehemalige Kultursektionsleiterin und nunmehrigen Kabinettsdirektorin bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen Andrea Mayer (frühere Ecker) angesprochen, attestierte er dieser aber, die Kriterien zu erfüllen. Und er räumte ein, mit ihr „tatsächlich immer wieder Kontakt“ zu haben.

"Mir ist wichtig, dass wir eine professionelle, kompetente und ebenso engagierte Person bekommen werden", beschrieb Kogler das Anforderungsprofil. Zusagen habe er noch keine eingefordert, "weil ja die Gespräche mit mehreren Personen laufen".

Parteiintern muss die Personalentscheidung den Bundesvorstand sowie den Erweiterten Bundesvorstand der Grünen durchlaufen.

"Jetzt ist nicht so viel gelungen, das stimmt"

Für die Auswahl Lunaceks übernahm Kogler die Verantwortung, "es war de facto meine Entscheidung". Die Idee sei gewesen, ihr europapolitisches Profil für die heimische Kulturlandschaft zu nutzen. Dann sei aber die Coronakrise gekommen, und die Grenzen seien dicht gewesen. Lunacek sei "wirklich eine großartige Politikerin", so Kogler, der aber einschränkte: "Jetzt ist nicht so viel gelungen, das stimmt."

Einen Vergleich zwischen dem Kulturbereich und Baumärkten ließ Kogler sodann nicht zu und verwies auf Quadratmeter- und Abstandsregelungen. „Das ist im Kulturbereich nicht anwendbar“, betonte der Vizekanzler. „Wir wollen ambitionierte und mutige Schritte setzen, aber schrittweise, weil wir das Virus im Auge behalten müssen“, verwies er auf den Stufenplan zur Wiederaufnahme des Kulturbetriebs für Juni und Juli. Es gehe darum, „etwas zu ermöglichen“.

Die prekäre Situation vieler Künstler sei ihm bewusst: „Wir werden uns jetzt damit auseinandersetzen, was hier die Budgetlinien sind.“ Die Schwierigkeit sei, dass es sehr viele Vereine gebe, die gemeinnützig organisiert sind, meinte er. „Hier wollen wir mit einem eigenen Schutzschirm vorgehen.“

(Red./APA)