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Biologische Vielfalt

World Bee Day: Warum das Bienensterben uns alle angeht

(c) REUTERS (Marko Djurica)
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Die Geschichte mit der Biene und den Blümchen lehrt uns schon im Kindesalter, dass Bienen nicht nur süßen Honig produzieren. Der Weltbienentag am 20. Mai ist ein guter Anlass, sich wieder einmal mit ihnen auseinanderzusetzen.

Nicht nur ein gefährliches Virus hat sich in den vergangenen Wochen über unser Land gelegt - sondern auch etwas Erfreuliches hat Einzug gehalten: der Frühling. Es blüht, es duftet, es summt und es zirpt. Doch, und nun schon wieder zu etwas weniger Erfreulichem: Es könnte bald weniger summen, zirpen und brummen, denn die Insekten sind bedroht - und mit ihnen die Bienen. Nach jedem Winter zeigen sich österreichische Imker besorgt ob des Bienensterbens, an anderen Orten der Welt muss die Bestäubung bereits von menschlicher Hand durchgeführt werden - oder wird sogar von Roboter-Bienen übernommen.

"Die Richtung, in die wir uns bewegen, ist fatal", warnt Fritz Gusenleitner, ehemaliger Leiter des Biologiezentrums Linz, und nennt im Gespräch mit der „Presse“ Zahlen: "Wir haben in den letzten 25 Jahren etwa 75-80 Prozent der Biomasse der Insekten verloren. Das wurde in einem Naturschutzgebiet gemessen, nicht auf einer pestizidverseuchten Wiese. Wir bewegen uns derzeit auf eine Situation zu, in der uns die notwendigen Bestäuber, beziehungsweise unsere Mitgeschöpfe, die mit uns die Evolutionsgeschichte teilen, verloren gehen werden."