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Rückkehr in den Unterricht

Wiener Schule wegen Verdachtsfall am ersten Tag wieder geschlossen

An einer Wiener Schule mussten rund 200 Kinder schon am ersten Tag der Rückkehr wieder nach Hause geschickt werden.
An einer Wiener Schule mussten rund 200 Kinder schon am ersten Tag der Rückkehr wieder nach Hause geschickt werden. Im Lehrkörper gibt es einen Verdachtsfall.(c) APA/HELMUT FOHRINGER
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Nach einem Corona-Verdachtsfall musste eine Wiener Volksschule mit 200 Kindern bereits am ersten Tag der Öffnung wieder geschlossen werden.

Neun Wochen dauerte die coronabedingte Pause an den heimischen Schulen. Heute, Montag, geht sie für einen Großteil der Schüler wieder zu Ende: Nach den Maturanten, die bereits seit 4. Mai wieder in die Schulen zurückkehrten, beginnt der Schulalltag am Montag nun auch für die rund 700.000 Schüler an den heimischen Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen (NMS) und Sonderschulen. Am 3. Juni kehren schließlich die übrigen 300.000 Schüler wieder in den Unterricht zurück.

 

Doch bereits kurz nach dem erwarteten Neustart heißt es für rund 200 Kinder an einer Volksschule in Wien-Währing zurück nach Hause, da aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls am Schulcampus Antonigasse der erste Schultag nun erneut verschoben werden muss. Betroffene Eltern beschweren sich Medienberichten zufolge bereits über die Schulleitung der katholischen Privatschule der Erzdiözese Wien, weil diese die Eltern zu spät informiert habe. Eine betroffene Mutter, die PR-Beraterin Christina Aumayr, äußerte sich am Montagmorgen auf Twitter dazu kritisch. Die Aktion sei „verantwortungslos“.

Mario Dujaković, Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker, verwies via Twitter darauf, dass der Verdachtsfall offenbar eine Person im Lehrkörper betreffen soll. Der oder die Betroffene sei „isoliert“ und warte auf das Testergebnis. „Information von Lehrer an Schule dürfte heute erfolgt sein. Es handelt sich um keine behördliche Schließung, sondern seitens Schule“, schrieb Dujaković. Doch „selbst verständlich läuft Contact Tracing bereits, unabhängig vom Testergebnis.“

Eine „Presse“-Anfrage bei der betroffenen Schule blieb vorerst unbeantwortet.

Faßmann hat „Zuversicht und Optimismus“

Ganz anders erlebte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) den ersten Tag der Schulöffnungen. Am Montag besuchte dieser eine Volksschule in Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) und zeigte sich überaus positiv: „Die Sonne strahlt, die Schule geht wieder auf. Heute ist, glaube ich, ein guter Tag“, sagte Faßmann. 

Der Großteil der Kinder und Jugendlichen wird vorerst zweigeteilt in einem Schichtbetrieb unterrichtet. Dabei hat eine Gruppe (in den meisten Fällen) von Montag bis Mittwoch, die andere am Donnerstag und Freitag Unterricht. In der Woche darauf wird getauscht. Ziel dabei ist, durch eine verminderte Kontaktdichte das Infektionsrisiko zu reduzieren. Bezüglich der Einhaltung von Hygienemaßnahmen und der Einhaltung des Mindestabstand aber zeigte sich auch Faßmann „realistisch“: „In Schulen wie dieser, einer Volksschule, da wird vielleicht alles nicht ganz so 100 Prozent stattfinden“, sagte er. „Aber das, glaube ich, kann man akzeptieren, denn das, was man dafür bekommt, ist sehr viel mehr wert.“

Denn es habe sich gezeigt, „dass die Schule nicht der Ort ist der deutlichen signifikanten Verbreitungen des Virus“, sagte der Minister mit Verweis auf die skandinavischen Länder, in denen der Schulbetrieb schon früher aufgenommen worden sei. Und fügte hinzu: „Eine gewisse Zuversicht und Optimismus begleiten meinen heutigen Tag.“

(Ag./juwe)