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„Evidenzbasiert“: Was Naturwissenschaft kann (und was nicht)

Wissen macht frei, denn es erlaubt die Wahl zwischen rationalen Alternativen und führt zu (selbst)verantwortlichen Entscheidungen.

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Mein Lobpreis der Wissenschaft und der evidenzbasierten Politik vor zwei Wochen blieb nicht unwidersprochen. Viele Leute erwarten offenbar von der Wissenschaft „Wahrheit“ und Klarheit, nicht aber divergierende Stellungnahmen. Eine Schnittmenge fängt auch nur wenig mit Selbstverantwortung an und fordert stattdessen klare Regeln von Seiten der Obrigkeit. Verständlich, denn der Wunsch nach Geborgenheit in klarer Leadership ist typisch menschlich. Vor allem aber führt ein Mangel an Wissen und Bewusstsein über das Wesen der Naturwissenschaft dazu, sich lieber an Formalismen zu klammern, als das Wagnis einzugehen, selber zu denken. Grüßt nicht etwa Gesslers Hut, wer einsam im eigenen Auto die Maske trägt?