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Monitoring der Anwesenheit

Schuldirektoren wehren sich gegen "sinnlose Zusatzbelastung"

AHS- und BMHS-Direktoren sprechen sich gegen das Monitoring von  täglichen An- und Abwesenheiten aus.

Die Sprecher der Direktoren an AHS- und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) haben das Bildungsministerium am Montag in einem offenen Brief dazu aufgefordert, auf ein „Monitoring zu den Schulöffnungen“ zu verzichten. Dieses Tool werde in der „äußerst intensiven Phase des Hochfahrens des Präsenzunterrichts“ von den Direktoren als „sinnlose und deshalb unzumutbare Zusatzbelastung“ empfunden.

Für das geplante Monitoring sollen Schulen künftig jeden Freitag eine umfangreiche Abfrage zu An- und Abwesenheiten von Lehrern und Schüler ausfüllen. Den Direktoren-Sprecher Isabella Zins (AHS) und Franz Reithuber (BMHS) zufolge sei allerdings die Sinnhaftigkeit dahinter nicht nachvollziehbar. Denn die Schulverwaltungsprogramme würden ohnehin automatisch erfassen, welche Lehrer welche Schüler in welchem Raum unterrichten. Auch im Hinblick auf die Schutzausrüstung gebe es regelmäßige Abfragen aus den Bildungsdirektionen. Mit der Logistik der Versorgung sei man zufrieden. „Wir ersuchen Sie daher dringend um einen sofortigen Stopp dieses aus unserer Sicht völlig missglückten Instruments“, appellieren die beiden Sprecher im Brief an Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

(APA)