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Wiener Cluster

Wie Wien den Ausbruch eindämmen will

Im Postzentrum Hagenbrunn gelten nun besondere Sicherheitsbestimmungen.
APA/ROBERT JAEGER
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Mehr als 400 Personen sind in Quarantäne, abgeschlossen ist die Suche noch nicht. Gerüchte, mehrere Personen hätten die Quarantäne verlassen sorgen für Aufregung.

17 neue Infektionsfälle binnen 24 Studen (auf Montag) in Wien, sieben davon wurden in einem Flüchtlingsheim in Mariahilf entdeckt. Täglich tauchen neue zusammenhängende Corona-Fälle auf – sie betreffen oft soziale Randgruppen, Menschen unter prekären Lebensbedingungen: Asylwerber, Leiharbeiter, Obdachlose, Suchtkranke. In Summe umfasst der Cluster um Wien und Niederösterreich an die 150 bestätigte Infektionen und hunderte Verdachtsfälle. Aktuell sind in Wien 596 Menschen Corona-positiv, damit entfallen mehr als die Hälfte aller (aktuell 1026) Fälle österreichweit auf Wien. Sieht die Stadt einen unkontrollierten Ausbruch? Oder hat Wien die Situation, so sieht man das im Rathaus, derart gut im Griff, dass man mehr asymptomatische Fälle findet und isoliert, als das anderswo gelingt? Oder ist schlicht passiert, was man seit Monaten zu verhindern versucht hat, im Wissen, es könne kaum gelingen: Das Virus erreicht Orte, an denen Menschen dicht an dicht, unter elenden Bedingungen leben?